Wir bilden aus!

  •  
     


    Beruf fängt in der Schule an!

    Fit machen für den Berufsalltag – wann beginnt man damit in der Schule? Wie finden Schülerinnen und Schüler den für Sie geeigneten
    Beruf? Wie geht das Handwerk mit der demografischen Entwicklung um?


    Eine Antwort auf diese Fragen ist das Projekt Netzwerk Berufspraxis „Werkstatt-Tage für Schülerinnen und Schüler – Woche der Berufspraxis“. Die Praxiserprobung von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 8, 9 und 10 aus 26 Berliner Real- und Gesamtschulen in handwerklichen Berufen ist das Ziel. Das Projekt des Trägervereins Modul e. V. wird von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung und der Arbeitsagentur Berlin seit August 2007 gefördert. Die Malerinnung ist Teil des Projektes.

    Schon in den ersten beiden Schuljahren konnten über 3000 Schüler Handwerksluft schnuppern. Innerhalb eines Schuljahres sollen die Schüler/innen handwerkliche Berufe kennen lernen und Betriebe frühzeitig ausbildungsinteressierte Schüler/innen fördern. Die Schüler/
    innen erhalten in den Ausbildungszentren der 15 kooperierenden Innungen die Möglichkeit, sich in 27 Berufen praktisch zu erproben.
    Aktuelle Ausbildungsanforderungen, Ausbildungswege und Zugangsvoraussetzungen werden den Schülern/innen während der
    Praxiserprobung durch die beteiligten Ausbilder vermittelt. Damit sind die Innungen wichtige Partner im frühzeitigen Übergangsmanagement
    Schule-Beruf.

    Die Umsetzung erfolgt in zwei Phasen:
    Erprobungsphase
    (2 bis 3 Stunden je Berufsfeld)

    Teilnehmende Schüler/innen müssen mindestens vier Berufsfelder praktisch kennen lernen. In der Regel findet die Erprobungsphase
    für die Schüler/innen außerhalb der Unterrichtszeit statt. Im Schuljahr 2008/2009 haben 1.715 Schüler/innen aus 127 Schulklassen aus 26 Real- und Gesamtschulen an 6931 Kursen der Erprobungsphase teilgenommen. Davon 833 Schüler an der Erprobungsphase der Maler, damit steht der Malerberuf auf Platz 2 nach den Konditoren bei den gewählten Berufen.Tendenz steigend für das Schuljahr 2009/2010.

    Vertiefungsphase
    (3 bis 5 Tage in einem Berufsfeld) Voraussetzung hierfür ist die Teilnahme an der Erprobungsphase. Unter dem Motto „Einmal eine Woche Azubi sein“ werden die Schüler/innen in dem von ihnen gewählten Berufsfeld in den Ausbildungszentren durch Ausbilder betreut. Die Schüler/innen führen während dieser Zeit ein Berichtsheft, das durch die Ausbilder ausgewertet wird. 341dieser Schüler vertieften im Schuljahr 2008/2009 die dort gewonnen Kenntnisse in einem Beruf, davon 34 bei den Malern.

    Die Projektumsetzung erfolgt immer entsprechend dem Schultyp, des Schulprogrammes und der aktuellen Schulsituation. Die Schulen werden bei der Erarbeitung eines eigenen Curriculums zur Berufsorientierung begleitet. Die Erfahrung der letzten beiden Schuljahre zeigt, dass die Schüler dieses praxisorientierte Angebot der Innungen sehr intensiv annehmen. Ca. 80 % der angesprochenen Schüler nehmen an dem Projekt teil. Besonders reizt es sie, ihre eigenen Fähigkeiten und Interessen zu ergründen. Durch die erlebbare eigene Herstellung handwerklicher Produkte entsteht bei den meisten Schülern erstmalig das Interesse an einer Berufswahl im Handwerk und die Vorstellung einen solchen Beruf erlernen zu können. Sie lernen verschiedene Berufe kennen, bekommen Ausbildungsanforderungen und -wege vermittelt, erhalten Tipps für eine gute Berufswahl und Entwicklungsmöglichkeiten im Handwerk. Die Teilnahme wird den Schülern auf dem Zeugnis dokumentiert und sie erhalten eine empfehlende Einschätzung für die Berufswahl.

    Dreiviertel der Schüler geben nach dem Projekt an, etwas Interessantes über Handwerksberufen erfahren zu haben und nun die Notwendigkeit
    erkannt zu haben, sich mehr über Berufe informieren zu müssen. Vor allem erkennt auch die Hälfte der Teilnehmer nach dem Projekt, warum es notwendig ist, sich noch in einigen Schulfächern zu verbessern.
    Einzigartig an diesem Projekt ist, dass nicht realitätsfremd gearbeitet wird, sondern dahinter direkt die reale Wirtschaft durch die
    Innungen mit Ihren Mitgliedsbetrieben und ihrer praxisnahen Ausbildung steht. So kann eine realistische Vermittlung der Berufe geschehen
    und Schüler fit für den Berufsalltag gemacht werden. Die Schüler ermitteln den für sie wirklich richtigen Beruf und wissen genauer, was sie in der Lehrzeit erwarten wird. Informierte Lehrlinge verringern das
    Abbruchsrisiko und dies ermöglicht Planungssicherheit in den Betrieben. Der Leitsatz „Beruf fängt in der Schule an“ wird damit für beide Seiten zum Vorteil ideal umgesetzt.

    Mehr Informationen bei Modul e.v.




     
     
     
    Seite drucken
Suche
Abteilung Ausbildung

Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU)
und Abteilung Berufsausbildung

Geneststraße 5-6
10829 Berlin-Schöneberg

Anfahrtskizze

Öffnungszeiten
Montag - Donnerstag
7.30 - 16.00 Uhr
Freitag
7.30 - 14.00 Uhr

Ansprechpartner

Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU)
Manuela Gollin
Telefon 030.75796511

Abteilung Prüfungswesen
Gisela Baumann
Telefon 030.75796515

Lehrverträge und Lehrgangsbetreuung
Jacqueline Gerlach
Telefon 030.75796512



Maler- und Lackiererinnung Berlin, Wuthenowstr. 1, 12169 Berlin, Tel. 030 - 22 32 86 0  |  Sitemap  |  Impressum