Kurz & Knapp: Ausbildung-Förderung im Berliner Maler- und Lackiererhandwerk

Die Ausbildung im Berliner Maler- und Lackiererhandwerk wird durch eine Kombination von Landes- und Bundesmitteln gefördert, um Ausbildungsbetriebe finanziell zu entlasten und die Ausbildungsqualität zu sichern.

Hier sind die wichtigsten Förderungen, die Betriebe nutzen können:


 

1. Förderung der Berufsausbildung in Berlin (FBB) – Landesmittel (Senat)

 

Das FBB-Programm ist die zentrale Förderquelle des Landes Berlin (Senatsverwaltung) und wird in der Regel über die Handwerkskammer Berlin abgewickelt.

FörderbereichFokusVorteil für den Betrieb
Zielgruppen-FörderungAzubis aus schwer vermittelbaren Gruppen (z.B. Geflüchtete, Benachteiligte, Alleinerziehende).Finanzielle Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung des Azubis.
QualitätssicherungVerbundausbildung und Prüfungsvorbereitungskurse (ÜLU).Kosten für extern vermittelte Ausbildungsinhalte werden bezuschusst.
ÜbernahmeFortführung der Ausbildung von Azubis aus insolventen oder stillgelegten Betrieben.Ein Zuschuss hilft bei der Übernahme und dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung.

 

2. Bundesmittel (Agentur für Arbeit)

 

Die Programme der Bundesagentur für Arbeit entlasten Betriebe, indem sie die Rekrutierung und die Stabilität der Ausbildung fördern:

  • Einstiegsqualifizierung (EQ): Ein langfristiges Praktikum vor Ausbildungsbeginn (4–12 Monate).

    • Vorteil: Die Agentur für Arbeit zahlt einen Zuschuss zu Vergütung und Sozialversicherung. Der Betrieb kann den Bewerber in Ruhe testen.

  • Assistierte Ausbildung (AsA): Begleitprogramm für Azubis mit Unterstützungsbedarf.

    • Vorteil: Senkt die Abbruchquote, da der Azubi gezielte Hilfen (z.B. Nachhilfe) erhält und der Betrieb bei der Betreuung entlastet wird.


 

3. Direkte Entlastung durch die Maler- und Lackiererinnung – Mitgliedervorteil

 

Als Mitglied der Innung ergeben sich zusätzliche, unmittelbare Kostenvorteile:

  • Rabattierte Gebühren: Innungsmitglieder profitieren von reduzierten Beiträgen für die Organisation der Ausbildung.

    • Ermäßigte ÜLU-Beiträge: Die Kosten für die verpflichtende Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) sind für Mitglieder geringer.

    • Geringere Prüfungsgebühren: Die Abnahme der Gesellenprüfungen durch die Innung ist für Mitgliedsbetriebe kostengünstiger.

  • Administrative Entlastung: Die Innung organisiert die gesamte ÜLU und die Prüfungen, was den Betrieb administrativ entlastet.

Zusammenfassung: Die Kombination dieser Förderungen ermöglicht es Betrieben, das finanzielle Risiko der Ausbildung zu minimieren, die Qualität zu sichern und sich den entscheidenden Kostenvorteil durch die Innungsmitgliedschaft zu sichern.